Stadtwerke liefern Wasser nach Buseck

Die Stadtwerke Gießen AG (SWG) und die Gemeinde Buseck beschlossen ihre zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der Wasserversorgung Buseck.

Die Stadtwerke Gießen AG (SWG) und die Gemeinde Buseck beschlossen ihre zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der Wasserversorgung Buseck. Mit dieser Vereinbarung ist eine zukunftsweisende und umfassende Partnerschaft der Versorgung für die nächsten zehn Jahre gewährleistet. Vergangenen Dienstag brachten Busecks Bürgermeister, Erhard Reinl und Gerhard Hackel, Erster Beigeordneter der Gemeinde Buseck, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke Gießen, Manfred Siekmann und dem technischen Vorstand, Reinhard Paul, die Unterstützung der Busecker Wasserversorgung vertraglich unter Dach und Fach.

Mit dem Vertragsabschluss liefern die Stadtwerke Gießen zukünftig Wasser zur bestehenden Wasserversorgung an die Gemeinde Buseck. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, den Wasservorrat für Großen Buseck nach wie vor sicherzustellen. Der bisherige Hauptversorgungsbrunnen für Großen Buseck, der Tiefbrunnen „Scheidemühle“, ist aufgrund fortschreitender Verockerung in der Leistungsfähigkeit sehr stark eingeschränkt. Für Buseck war es von enormer Bedeutung sich im Bereich der Wasserversorgung ein zweites Standbein zu sichern. Schließlich ist kein anderes Lebensmittel so kostbar wie das Trinkwasser.

Bereits seit über 5 Jahren beschäftigt sich die Gemeinde Buseck mit der dauerhaften Sicherung der Trinkwasserversorgung für ihren größten Ortsteil Großen Buseck. Für die Gemeindewerke Buseck galt es, zwischen der Neubohrung eines Tiefbrunnens und des Fremdbezuges zu entscheiden. Zur Entscheidungsfindung wurde eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ergab einen geringen Vorteil für eine Neubohrung eines Tiefbrunnens. Dies aber nur unter dem Gesichtspunkt, dass eine erste Versuchsbohrung bereits zum Erfolg führt. Die beiden Betriebsleiter, Diplom-Ingenieur Eckhard Körber und Dirk During entschieden sich allerdings für den Fremdbezug. Grund dafür, war die Gewährleistung der Wasserqualität und die bessere Versorgungssicherheit für die gesamte Ortslage Großen-Buseck. Beim eventuellen Ausfall einer Gewinnungsanlage oder einer Störung kann Buseck eine ganze Tagesreserve von den SWG beziehen. Das Wasser wird über eine Druckerhöhungsanlage mit entsprechender Steuerungs- und Fernwirktechnik direkt über die Pumpleitung von Oppenrod nach Großen-Buseck in den Hochbehälter Galgenberg gefördert. Im Bedarfsfall ist auch eine Notversorgung des Ortsnetzes Oppenrod möglich. Die technischen und organisatorischen Parameter wurden in mehreren Besprechungen zwischen der Betriebsleitung der Gemeindewerke Buseck und dem Diplom-Ingenieur Peter Keller, Leiter der Abteilung Wasseranlagen der SWG, abgestimmt und optimiert. Im Oktober diesen Jahres wollen die Stadtwerke bereits Trinkwasser von Queckborn nach Buseck liefern. Das kühle Nass soll über eine kurze Einbindung in die Pumpleitung zum Hochbehälter gelangen. Dafür investieren die SWG rund 80 Tausend Euro in diese Baumaßnahme. Der Gießener Energie- und Wasserversorger rechnet damit, mindestens 30 Tausend Kubikmeter Wasser jährlich nach Buseck zu liefern.

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