elahn 4/2018

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Unvermeidbarer Schritt

Wie viele andere deutsche Stromlieferanten sind auch die Stadtwerke Gießen (SWG) in diesem Winter gezwungen, die Strompreise für die Grund- und Ersatzversorgung anzuheben. Hintergrund dessen ist die Entwicklung der Einkaufskonditionen: Weil die Börsenkurse wegen großer Nachfrage schon seit Längerem stetig steigen, kommen die SWG nicht umhin, ihrerseits an der Preisschraube zu drehen. „Mit unserer ausgeklügelten Beschaffungsstrategie konnten wir in der Vergangenheit so manche Preisspitze abfedern. Doch auch die stößt in diesem Jahr an ihre Grenzen. Der Anstieg der Börsennotierungen für Strom ist einfach zu massiv“, begründet Jens Schmidt, Kaufmännischer Vorstand, den unpopulären, aber für das Unternehmen wirtschaftlich notwendigen Schritt.


Was heißt das in konkreten Zahlen? Ab dem 1. Januar 2019 kostet eine Kilowattstunde 1,73 Cent brutto mehr. Der Grundpreis steigt zum gleichen Termin von bislang 94,77 Euro jährlich auf 128,52 Euro brutto pro Jahr. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2500 Kilowattstunden zahlt folglich 77 Euro brutto mehr im Jahr. Das entspricht einer Steigerung von 6,42 Euro im Monat. „Dieser Schritt fällt uns nicht leicht, gerne hätten wir unsere Strompreise konstant gelassen“, ergänzt Ina Weller, Unternehmenssprecherin der SWG. Sie hat aber einen möglichen Ausweg parat – einen Besuch in der Energieberatung im SWG-Kundenzentrum am Marktplatz: „Weil uns bei der Preisgestaltung wegen des hohen Staatsanteils fast kein Spielraum bleibt, versuchen wir, unseren Kundinnen und Kunden dabei zu helfen, Strom zu sparen und so ihre Ausgaben zu reduzieren.“

Anteil Steuern und Abgaben: fast 50 Prozent

Anders als in der jüngeren Vergangenheit spielen die staatlich beeinflussten Kosten praktisch keine Rolle für den Anstieg der Verbraucherpreise. Tatsächlich gaben Umlagen und Netzentgelte sogar geringfügig nach. „Selbstverständlich haben wir dies in unsere Kalkulation einbezogen. Aber wir sprechen hier nur über insgesamt 0,24 Cent pro Kilowattstunde. Verglichen mit dem enormen Anstieg der Börsenpreise für die Energiebeschaffung der berühmte Tropfen auf den heißen Stein“, führt Jens Schmidt weiter aus.
Wegen dieses minimalen Rückgangs bleibt der Anteil für Steuern und Abgaben praktisch unverändert hoch und hält sich stabil bei fast 50 Prozent. „Davon abgesehen verdient Vater Staat auch an der Preiserhöhung richtig mit“, rechnet Ina Weller vor. Ohne Mehrwertsteuer läge der Anstieg nur bei 1,45 Cent pro Kilowattstunde. Von den 77 Euro, die der Musterhaushalt jährlich mehr aufbringen muss, fließen über 12 Euro in Form von Mehrwertsteuern direkt an den Fiskus.
Doch die SWG haben auch eine gute Nachricht – zumindest für all jene, die mit Erdgas heizen: Die Preise für den umweltschonenden Brennstoff bleiben über den Winter stabil. Und das, obwohl auch beim Gas deutliche Steigerungen der Börsenpreise zu verzeichnen sind.

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