elahn 2/2018

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Mit kommunalem Energiemanagement die Kosten senken

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kommunalen Umwelt-Treffs im Hauptgebäude der SWG zusammen mit Referentin Gisela Renner, innovative Energieberatung Köln, und Vertretern der Stadtwerke Gießen

Aktuelle Energiestandards, die Förderlandschaft in Deutschland und das Thema kommunales Energiemanagement – all das stand auf der Agenda beim 19. Kommunalen Umwelt-Treff der Stadtwerke Gießen. Die Teilnehmer erhielten viele neue Impulse für die tägliche Arbeit.

Wer heute ein Gebäude bauen will, muss sich mit den geltenden Energiestandards auseinandersetzen. Welche Änderungen anstehen und was aktuelle Vorgaben für die Bestandssanierung sowie für Neubauten in Kommunen bedeuten, erläuterte Gisela Renner, innovative Energieberatung Köln, im Rahmen des Kommunalen Umwelt-Treffs am 24. November. Bei ihrem Vortrag in der Hauptverwaltung der Stadtwerke Gießen (SWG) ging sie außerdem auf Fördermöglichkeiten ein und zeigte Strategien auf, mit denen Städte und Gemeinden künftige Anforderungen in Sachen Energieeffizienz frühzeitig erfüllen.
Die SWG hatten, wie jedes Jahr, Umweltberater, Energiebeauftragte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Bauabteilungen der benachbarten Kommunen eingeladen, um sie auf den neuesten Stand zu bringen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. „Wir freuen uns über das rege Interesse an unserer Veranstaltung und sind uns sicher, dass die Teilnehmer wieder viele Informationen mitnehmen können“, erklärte Michael Rösner, Leiter Vertrieb Privat- und Gewerbekunden bei den SWG, und unterstrich: „Mit dem Kommunalen Umwelt-Treff verfolgen wir das Ziel, den Austausch zu fördern und die Kompetenz rund um das Thema Energie in den Städten und Gemeinden zu stärken.“

Höhere Standards in puncto Energieeffizienz
Der 19. Kommunale Umwelt-Treff stand unter dem Titel „EnEV 2014/2018 und die aktuelle Förderlandschaft“. Hintergrund: Für neue öffentliche Gebäude sollen künftig strengere Energiestandards in Kraft treten – vorgeschrieben von der EU-Gebäuderichtlinie. Private Neubauten folgen in einer zweiten Stufe bis 2021.
Die Bundesregierung will die EU-Gebäuderichtlinie mit dem GebäudeEnergieGesetz GEG 2018 umsetzen – und damit das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammenführen.
Die 15 Besucherinnen und Besucher beim Kommunalen Umwelt-Treff erhielten einen kompakten Überblick, welche Folgen das für Städte und Gemeinden hat. Im ersten Teil ihres Vortrags informierte Referentin Gisela Renner über den aktuellen Sachstand und die bisherige Entwicklung des GEG. Sie erläuterte zudem wichtige Zusammenhänge bestehender und geplanter Verordnungen. Dabei machte sie auch die Relevanz des Themas deutlich: „Kommunen müssen sich schon jetzt mit den neuen Richtlinien auseinandersetzen. Zwar gibt es auf nationaler Ebene noch keine entsprechenden gesetzlichen Vorgaben, doch die EU-Richtlinie gilt bereits ab 1. Januar 2018.“
Im zweiten Teil ihres Referats widmete sich Gisela Renner der praxisnahen Hilfe. Sie zeigte Strategien speziell für Kommunen und präsentierte den Anwesenden Lösungen, mit denen sie die nötigen Anforderungen an Bau- und Sanierungsvorhaben erkennen und erfüllen können.
Martin Zielke, bei den SWG zuständig für das Thema Energiemanagement, stellte zudem das kommunale Energiemanagement vor, das unter anderem in Gießen zum Einsatz kommt. Mit Erfolg, wie Martin Zielke berichtete: „In den kommunalen Liegenschaften hat die Stadt ihren Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch senken können. Das kommunale Energiemanagement soll daher auf weitere Gebäude ausgeweitet werden.“

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