elahn 4/2017

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Aktuelles

Klimaschonende Wärme direkt nach Hause

Bei der offiziellen Einweihung der Heizzentrale für das Neubaugebiet „Lumdaniederung“ in Lollar (v.l.): Thimo Rieger, Marketing und Vertrieb bei den Stadtwerken Gießen (SWG), Dieter Jünger, Amtsleiter Bauamt der Stadt Lollar, Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG, Dr. Bernd Wieczorek, Bürgermeister der Stadt Lollar, Thomas Wagner, Leiter Vertrieb Industrie- und Geschäftskunden bei den SWG

Heizzentrale plus Nahwärmenetz – diese Kombination steht in Lollars Neubaugebiet „Lumdaniederung“ für eine klimaschonende und kostengünstige Energieversorgung. Am 18. November weihten die Stadt Lollar und die Stadtwerke Gießen (SWG) die moderne Anlage offiziell ein. Mit dabei: Lollars Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek und SWG-Vorstand Matthias Funk.

Wer sein Haus umfassend renoviert oder ein neues Eigenheim baut, muss einen Teil des Wärmebedarfs mit regenerativ erzeugter Energie decken. Das schreibt die Bundesregierung im Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz vor und zielt damit vor allem auf eine deutliche Reduktion von CO2 ab. Mithilfe von Heizenergie aus einem Nah- oder Fernwärmenetz lässt sich die Pflicht sehr einfach erfüllen, da der Gesetzgeber unter anderem die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) den erneuerbaren Energien gleichstellt. Aus diesem Grund haben einige Kommunen im Landkreis Gießen ihre Neubaugebiete während der vergangenen Jahre von Beginn an mit Nahwärmenetzen ausgestattet – so wie die Stadt Lollar.

Im Neubaugebiet „Lumdaniederung“ errichteten die Stadtwerke Gießen (SWG) eine Heizzentrale und verlegten Nahwärmeleitungen für mehrere Dutzend Bauplätze. Am Freitag, den 18. November nahmen die Stadt Lollar und die SWG die Anlage offiziell in Betrieb. Bürgermeister Dr. Bernd Wieczorek erklärte bei der Einweihung: „Mit dem Nahwärmenetz schaffen wir für alle Familien die Voraussetzungen, dass sie ihre eigenen vier Wände ganz einfach mit klimaschonend erzeugter und gleichzeitig kostengünstiger Energie versorgen können. Den idealen Partner mit viel Erfahrung auf diesem Gebiet haben wir mit den Stadtwerken Gießen direkt vor der Haustür.“

Wärme und Strom aus einer Hand
Herzstück der Heizanlage ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer thermischen Leistung von 109 Kilowatt (kW) und einer elektrischen Leistung von 70 kW. Da das BHKW nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert, erzeugt es gleichzeitig Wärme und Strom. Matthias Funk, Technischer Vorstand der SWG, erläuterte den Vorteil: „Gegenüber der getrennten Wärme- und Stromproduktion handelt es sich bei der KWK um eine effiziente und klimaschonende Versorgungslösung. Diese Art der Erzeugung spielt ihre Vorzüge ganz besonders in Kombination mit einem Wärmenetz aus. Worauf wir in Gießen seit Jahrzehnten im großen Format setzen, funktioniert auch im kleinen Stil wie hier in Lollar.“
Insgesamt wird die Anlage den Brennstoffbedarf um etwa 30 Prozent im Vergleich zur getrennten Strom- und Wärmeproduktion reduzieren – den CO2-Ausstoß um etwa 137 Tonnen pro Jahr. Während die Heizenergie direkt vor Ort im Neubaugebiet verbraucht wird, fließt der KWK-Strom ins öffentliche Netz.

Flexibel dank modularem Aufbau
In der aktuellen Ausbaustufe erzeugt die KWK-Anlage jährlich bis zu 700.000 Kilowattsunden (kWh) Wärme und 420.000 kWh Strom. Je nach Bedarf und Zahl der fertiggestellten Häuser im Neubaugebiet lässt sich das BHKW künftig erweitern – bis zur Verdopplung der Produktionsleistung auf 140 kW elektrisch und 218 kW thermisch.
Von der Anlage gelangt das aufgeheizte Wasser über gut isolierte Rohre zu den Grundstücken und per Hausübergabestationen in die Gebäude. Hauseigentümer profitieren in mehrfacher Hinsicht von dieser Energielösung: Sie müssen keine eigene Heizanlage installieren, was Platz und Geld spart. Zudem entfallen sowohl die regelmäßig anstehenden Wartungsarbeiten an einem Heizkessel als auch die Kosten für den Schornsteinfeger. „Gemeinsam mit den SWG bieten wir Häuslebauern eine ideale Form der Wärmeversorgung – und zwar in puncto Klimaschutz, Komfort und Sicherheit“, betonte Dr. Bernd Wieczorek.
Zu Spitzenlastzeiten – beispielsweise während der Morgenstunden im Winter – erhält das BHKW Unterstützung von zusätzlichen Erdgas-Brennwertheizkesseln. Sie verfügen über eine thermische Leistung von insgesamt 800 kW beziehungsweise 1600 kW im Endausbau. So ist jederzeit sichergestellt, dass ausreichend klimaschonende und kostengünstige Wärme für die Bewohner zur Verfügung steht.

Alles zum Thema Nahwärme erfahren Interessierte von den Energieberatern im Kundenzentrum der Stadtwerke Gießen am Marktplatz – persönlich vor Ort oder telefonisch. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr, Telefon 0800 23 02 100

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