TREA 2

Ein großer Schritt für die Energiewende

Seit 2010 produziert die erste Thermische Reststoffbehandlungs- und Energieverwertungsanlage, kurz TREA 1, aus Abfällen Heizenergie für das Gießener Wärmenetz. Die Anlage hat maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Stadt heute in Sachen klimaschonende Energieversorgung zu den Vorreitern gehört. An diesen Erfolg knüpfen wir mit der TREA 2 an. Am 6. Dezember 2016 ging der erste Teil des Kraftwerks in Betrieb – nach nur 16 Monaten Bauzeit. Die beiden Blockheizkraftwerke (BHKW) laufen bereits vollumfänglich. Die Festbrennstofflinie wird voraussichtlich zum Ende des Jahres 2017 in Betrieb gehen.

Strom und Wärme für Tausende Haushalte

Neben Wärme produziert die TREA 2 – anders als die TREA 1 – auch Strom. Auf Basis der Erfahrungen mit der ersten TREA und mit den BHKW-Modulen rechnen wir mit einer Jahreslaufleistung von etwa 7.400 Stunden. Damit würde die TREA 2 den Wärmebedarf von bis zu 4.200 Einfamilienhäusern und den Strombedarf von rund 13.500 Durchschnittshaushalten decken. Zahlen die belegen: Die TREA 2 bringt die Energiewende in Gießen einen weiteren großen Schritt voran.

Rundum saubere Energie

Mit der TREA 2 erhöhen wir unsere Strom-Eigenerzeugung von CO2-neutralem Strom auf jährlich 180.000 Megawattstunden. Darüber hinaus wird TREA 2 künftig 17 Prozent der im SWG-Netz benötigten Wärme bereitstellen. Das hat einen positiven Einfluss auf die ohnehin schon hervorragende Umweltbilanz unserer Fernwärme. Wir gehen davon aus, der aktuelle bereits sehr gute Primärenergiefaktor von 0,28 auf deutlich unter 0,2 sinken wird. Gleichzeitig erfüllt die TREA 2 sämtliche aktuellen Anforderungen in Sachen Umweltschutz – und zwar über Gebühr. Die festen Verbrennungsrückstände sind frei von Giften und lassen sich im Straßenbau einsetzen. Aufwendige Abgasreinigungstechnik sorgt wie bereits in der TREA 1 dafür, dass keine gefährlichen Schadstoffe über den Kamin in die Umwelt gelangen. Im Gegenteil, sie erspart der Umwelt jährlich 28.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid und der Brennstoff – aufbereiteter Abfall – stammt aus der Region.

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